Der Kurator
My first novel. A near future where AI composes, judges and keeps our hearts beating, and a music curator who searches the endless flood for the last traces of human spirit. Geistreich or Geistlos?

Der Kurator is out. It’s a German-language novel about the question this whole website keeps circling: how much human has to be in something before it counts? And does it even make a difference?

What it’s about (back cover, German)
In einer scheinbar makellosen Zukunft, in der Algorithmen unsere Lieder komponieren, über Recht urteilen und den Takt unseres Herzens überwachen, verspricht der Tech-Konzern Ghoul ein Leben ohne Reibung. Der Musik-Kurator Leo Linde hat in dieser hochoptimierten Welt seinen Platz gefunden: Er filtert die unendliche Flut künstlich generierter Songs auf der Suche nach jenen seltenen, emotionalen Nuancen, die ein Werk wahrhaft geistreich machen. Seine Frau Tina hingegen führt einen leisen, sturen Protest gegen das System und klammert sich an die Verletzlichkeit des analogen, unvollkommenen Seins. Eingebettet in die stille Melancholie einer Epoche, die das Menschliche zunehmend auslagert, entfaltet sich ein atmosphärisches Drama über die Illusion von Autonomie, den Wert von Kunst und die unaufhaltsam verschwimmende Grenze zu einer geistlosen Perfektion.
Geistreich or Geistlos?
In the book, art is either geistreich — made with human spirit — or geistlos: generated, spiritless. Where exactly the line is, nobody in the book agrees.
For my own stuff I can answer it, case by case. So every project on this site now shows how much of it I credit to AI, from 0 (soldered and typed by hand) to 10 (nothing of me in it). Some of my stuff is a 0. Some is a 9. Nothing is a 10 so far — what that could even be is still an open question. This book is a 6.
Excerpt (German)
In der ruhigen Abgeschiedenheit seines bescheidenen Wohnzimmers, umgeben von halbleeren Kaffeetassen, zerstreuten Blues-Magazinen und einem angebissenen Marmeladenbrot, saß Leo Linde vertieft in Musik. An diesem späten Abend, als das einzige Licht von der sanften Glut einer Schreibtischlampe kam, schien die Zeit stillzustehen.
Leo, der mit seinen 35 Jahren schon manche Nacht mit Musik verbrachte, griff zur Gitarre. Neben ihm stand sein treuer Begleiter, der KI-Looper, ein Gerät, welches sowohl Faszination als auch Skepsis in ihm weckte. Der KI-Looper war mehr als nur ein Instrument; er war ein Zeichen der Zeit, ein Symbol der künstlerischen Konvergenz zwischen Mensch und Maschine. Dieses Gerät, das auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Looper aussah, verbarg in sich eine Welt fortschrittlichster KI-Technologie. Anders als traditionelle Looper, die lediglich eine Aufnahme wiederholten, war dieser mit der Fähigkeit ausgestattet, Variationen zu erzeugen, die sich subtil und dynamisch an den Spielstil des Musikers anpassten. Auf niedriger Stufe, wie Leo es bevorzugte, bot der Looper subtile Hintergrundbegleitungen, die den kreativen Prozess eher unterstützten als übernahmen.
Get it
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